Die Kirche St. Sulpice
Am Fuß der Festung (in der Rue Haute) befindet sich die sehenswerte Stiftskirche. Die Kirche war ursprünglich im 12. Jahrhundert dem Heiligen Sebastian gewidmet, wurde später im 13. Jahrhundert Kapitel und Stiftskirche Ste. Manoulde (Ste. Ménéhoulde) und erhielt nach dem Konkordat den Namen St. Sulpice.
Die herrschaftliche Kapelle an der Nordseite wurde 1503 von Charles de Tranchelion erbaut. Viele ihrer spätgotischen Fenster haben noch Verglasungen aus dem 16. Jahrhundert. Im Chor (mit Chorgestühl aus dem 15. Jh.) befinden sich schöne und farbenfrohe Statuen aus Stein, die unter anderem den Heiligen Rochus, den Heiligen Jakob, Maria mit Taube und den Heiligen Sulpicius darstellen.
Später ließ Madame de Frontenac (Anne Phélypeaux), seit 1613 verheiratet mit Henri de Frontenac, dem Vater von Louis de Frontenac, den Chor der Kirche mit wunderschönen Renaissance-Holzdekoren ausschmücken. Sie wurden 1885 verkauft und waren dann im Musée des Arts Décoratifs in Paris zu sehen, kamen aber 1985, das heißt fast genau ein Jahrhundert später, zurück nach Palluau. Die Pfarrkirche ist täglich geöffnet. Auf Anmeldung ist eine Führung möglich.
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